Die Diskussion, ob Bargeldtransaktionen nicht erlaubt sein sollten oder ob eine durchgängige Identifizierungspflicht auch bei kleineren Beträgen angebracht ist, nimmt kein Ende. Darüber, wie „gefährlich“ Bargeld nun ist und wie sehr es in der Geldwäsche verwendet wird, gehen die Meinungen auch in den AML-Abteilungen der Banken auseinander.

Ich wollte nun die Probe aufs Exempel machen und feststellen, ob Auffälligkeiten und/oder Verdachtsfälle in der Praxis tatsächlich häufig im Zusammenhang mit Bargeld stünden. Dazu habe ich eine Umfrage unter österreichischen Geldwäsche-Praktikern durchgeführt. Es haben immerhin 39 Geldwäsche-Experten aus österreichischen Banken und sonstigen Unternehmen aktiv an der Befragung teilgenommen. Das Ergebnis dieser Befragung möchte ich nicht vorenthalten:

 

Die Frage:

Stehen Auffälligkeiten und/oder Verdachtsfälle in Ihrer Organisation häufig in Zusammenhang mit Bargeld?

Und ich muss sagen, für mich durchaus überraschend, meinte die Mehrheit der Befragten, dass dies nicht oder er nicht der Fall sei:

Interessant erscheint mir auch, dass Banken, mehr als andere Branchen, der Meinung sind, Bargeld spiele bei Auffälligkeiten eher keine Rolle. Als Grund dafür nehme ich einmal an, dass die Präventionsmaßnahmen der Banken im Zusammenhang mit Bargeldtransaktionen seit Jahren schon intensiv und effizient sind und mittlerweile anscheinend auch ganz gut greifen: